Sicherheit in der Luftfahrt

Feuerlöschsysteme für die Luftfahrt:
Firecare-PRO TL

In allen feuergefährdeten Bereichen des Luftfahrzeugs müssen Feuerlöschanlagen vorhanden sein. Während im Cockpit und den Fluggasträumen Handfeuerlöscher ausreichen, müssen an unzugänglichen Stellen fest installierte Feuerlöschanlagen vorhanden sein. Die Löschmittel zur Feuerbekämpfung richten sich nach der jeweiligen Brandklasse:

  • A: feste und Glut bildende Stoffe wie Holz und Textilien
  • B: flüssige Stoffe wie Öle, Benzin, Fette, Lacke, Teer
  • C: bedruckte Gase wie Methan (CH4), Wasserstoff (H2), Propan (C3H8)
  • D: Metallbrände wie Aluminium und Magnesium

Das Feuer wird je nach Brandart mit Wasser (Brandklasse A), Pulver (Brandklasse A und B), Kohlendioxid (ist wegen seiner schädlichen Wirkung auf Lebewesen nur begrenzt einsetzbar) oder Halonen (halogenisierte Kohlenwasserstoffe) bekämpft, deren Löschwirkung darauf beruht, sich in der Flammenhitze zu zersetzen, mit den Trägern der Verbrennungsreaktion zu reagieren und sie somit zu stoppen.

Der Einsatz von CSI-Feuerlöschsystemen verhindert teure Zwischenlandungen bei Akku- und Gefahrgutbränden.

CSI-Gefahrgutbox – automatisches Brandlöschsystem für Frachträume und Kabinen

Für jede der o.g. Löscharten sind entsprechende Handfeuerlöscher in der Kabine vorhanden, während es in den unzugänglichen und brandgefährdeten Bereichen fest installierte Feuerlöschanlagen gibt. Zu diesen Bereichen gehören der Triebwerksbereich, der Bereich mit der APU und die Frachträume.

Für Passagierflugzeuge mit Frachträumen, die während des Fluges nicht erreichbar sind, ist eine fest installierte Feuerlöschanlage in den Frachträumen Pflicht. Durch das große Volumen des Frachtraums muss der Löschmittelvorrat entsprechend ausreichend dimensioniert sein. Nach der Rauchwarnung wird der Frachtraum hermetisch von den übrigen Bereichen isoliert. Anschließend wird die Feuerlöschanlage ausgelöst.

Die CSI-Gefahrgutbox ist ein patentiertes, automatisches Brandlöschsystem, welches treib- und druckgasfrei operiert und somit nicht als Gefahrgut von der Luftfahrt eingestuft wird.

Die leichten und stabilen CSi-Gefahrgutboxen können individuell mit bis zu zwölf Feuerlöschern ausgestattet werden. Das System löscht sämtliche gefährliche Gefahrgutbrände zielgerichtet innerhalb von Sekunden und verhindert zuverlässig einen Aufbau von toxischen Gasen im Frachtraum.

Einsatzbereiche:

  • Frachtraum für Gefahrgüter
  • Kabine für Li-Ionen- und Li-Polymer-Akkus

Die Vorteile auf einen Blick:

  • keine Gefahrguteinstufung
  • automatisches Brandlöschsystem
  • keine externe Energiequelle nötig
  • treigbas- und druckgasfrei
  • Löschung des Brandes innerhalb von Sekunden
  • verhindert Aufbau von toxischen Gasen
  • geringes Gewicht
  • Löschmittel biologisch abbaubar

Einsatz in der Passagierkabine

Das eingesetzte Löschmittel ist biologisch abbaubar und kann durch seine gefahrlosen Eigenschaften auch in der Kabine zur Löschung der immer zahlreicheren Akku-Bränden bei den elektronischen Geräten der passagiere eingesetzt werden. Hierbei gibt es bereits festgelegte allgemeine Regeln im Ungang mit Lithium-Polymer-Akkus im Flugzeug, die als Richtlinie der IATA (International Air Transport Association) herausgegeben wurde. Diese empfiehlt den Fluggesellschaften folgende Vorgaben:

  • unter 100 Wh: beliebig viele Akkus können im Handgepäck transportiert werden
  • 100 – 160 Wh: maximal zwei Ersatz-Akkus dürfen mitgenommen werden
  • über 160 Wh: Transport nur als Gefahrengut-Fracht